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DAFA-Tagung "Agrarforschung zum Klimawandel

DAFA KlimaFit Session

Vom 11. Bis zum 14. März fand in Potsdam die Konferenz Agrarforschung zum Klimawandel der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) statt. Ziel der Konferenz war es den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Landwirtschaft im Klimawandel zu präsentieren und zu diskutieren.

Am ersten Tag der Konferenz eröffnete der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, den forschungspolitischen Auftakt. Er betonte die Dringlichkeit einer verstärkten Forschung im Bereich der Agrarwissenschaften angesichts der Herausforderungen des Klimawandels. Anschließend begrüßte Staatssekretär Stefan Tidow vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz die Teilnehmenden und unterstrich die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit bei der Bewältigung der klimatischen Herausforderungen.

In den folgenden Plenarvorträge präsentierten Prof. Dr. Hermann Lotze-Campen und Prof. Dr. Folkhard Isermeyer fundierte Einblicke in die aktuellen Forschungsfragen und Herausforderungen im Kontext des Klimawandels und der planetaren Grenzen und beleuchteten die wesentlichen Stellschrauben für die deutsche Landwirtschaft im Angesicht des Klimawandels.

Im anschließenden wissenschaftlichen Teil präsentierten Forschende aus verschiedenen Disziplinen der Agrarwissenschaften ihre neuesten Erkenntnisse zum Thema Klimawandel. Dieser interdisziplinäre Austausch war nicht nur spannend, sondern auch inspirierend. Es wurde deutlich, dass der Klimawandel eine Herausforderung ist, die uns alle betrifft, und dass nur ein gemeinsamer Ansatz den Einfluss der Landwirtschaft auf das Klima reduzieren kann.

Der Förderverein Bioökonomieforschung e.V. hatte das Privileg, eine eigene Session im Rahmen der Konferenz zu organisieren, die den Fokus auf die ressourcenschonende und effiziente Milcherzeugung legte. Die Session trug den Titel Fit für den Klimawandel – ressourcenschonende und effiziente Milcherzeugung. Angesichts der zunehmenden Kritik an der Rinderhaltung aufgrund ihrer Treibhausgasemissionen konzentrierte sich die Session auf die Methanbildung bei Fermentierungsprozessen im Pansen von Wiederkäuern. Im ersten Teil wurden Themen wie Fütterungsstrategien und der Einfluss des Mikrobioms der Milchkuh auf Methanemissionen von Prof. Jana Seifert und Prof. Sven Dänicke erläutert und diskutiert. Der Einfluss von Hanfblättern auf die Methanemission von Milchkühen wurde ebenfalls behandelt. Im zweiten Teil der Session wurden Kurzvorträge zum Projekt KlimaFit präsentiert. Dabei ging es um Resilienz in der deutschen Milchkuhzüchtung und die Bedeutung einer effizienteren Kälberaufzucht für den Klimaschutz. Die Session bot somit eine Plattform für den interdisziplinären Austausch, um die Milchviehhaltung in Deutschland nicht nur fit für die Herausforderungen des Klimawandels zu machen, sondern auch die Umweltauswirkungen zu senken.

Die Konferenz Agrarforschung zum Klimawandel der Deutschen Agrarforschungsallianz betonte die Wichtigkeit eines breiten und interdisziplinären Austauschs, um effektive Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels zu finden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der aktuelle Stand der Wissenschaft präsentiert und der Weg für zukünftige Forschung und Zusammenarbeit geebnet.


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