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Förderbescheid für das EIP-Agri-Projekt FixThePig übergeben: Neue Zuchtmethoden in der Schweinezucht

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Im Rahmen der feierlichen Übergabe von Förderbescheiden an 14 innovative Projekte des 9. EIP-Agri-Calls Niedersachsen wurde das Forschungsprojekt Genetische Besonderheiten im Fokus: Reverse Phänotypisierung für innovative Zuchtstrategien beim Schwein (FixThePig) im Großen Sitzungssaal des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hannover in einem Kurzvortrag vorgestellt. Neben dem Vertreter des Leadpartners ISN-Projekt GmbH (ISN) nahmen auch die Projektpartner BHZP GmbH (BHZP) und Georg-August-Universität Göttingen (GAU) an der Veranstaltung teil, bei der die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte die beteiligten Akteure begrüßte und die Förderbescheide überreichte.


Bei der Überreichung des Förderbescheids: das Projektkonsortium freut sich über den Startschuss für das Projekt und die gemeinsame Umsetzung (Fotonachweis: Niedersachsen.next)

Bei der Überreichung des Förderbescheids: das Projektkonsortium freut sich über den Startschuss für das Projekt und die gemeinsame Umsetzung (Fotonachweis: Niedersachsen.next)

Zum Projektkonsortium von FixThePig gehören neben ISN, BHZP und GAU ebenfalls zwei landwirtschaftliche Betriebe sowie der Förderverein Bioökonomieforschung (FBF). Ziel des Vorhabens ist es, genetische Defekte in Schweinepopulationen frühzeitig zu erkennen und deren Auftreten langfristig zu reduzieren. Hierfür werden moderne genomische Selektionsverfahren mit innovativen Ansätzen des Reverse Phenotyping und der Reverse Genetics kombiniert.

In den beteiligten Praxisbetrieben werden dazu gezielt Daten zu Ferkeln erhoben. Treten genetisch bedingte Auffälligkeiten auf, werden Proben der betroffenen Tiere sowie ihrer Wurfgeschwister für DNA-Analysen gesichert. Ausgewählte Proben werden anschließend genetisch untersucht, um mögliche ursächliche Veränderungen im Erbgut zu identifizieren.

Die gewonnenen Projektdaten werden mithilfe bioinformatischer Methoden ausgewertet und mit Informationen aus öffentlichen Datenbanken abgeglichen. Auf diese Weise sollen genetische Risikofaktoren erkannt und besser verstanden werden. Die besondere Innovationskraft des Projekts liegt in der engen Verknüpfung praxisnaher Betriebsdaten mit modernen Methoden der Tierzucht und Genomanalyse. Dadurch sollen belastbare Werkzeuge entwickelt werden, die Tierwohl, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in der Schweinehaltung gleichermaßen fördern.


Hernien

Der Fokus des Projekts liegt zunächst auf Herkünften einer einzelnen Zuchtorganisation. Die Einbindung von Kernbetrieben innerhalb der Operativen Gruppe ermöglicht gezielte Anpaarungen, die systematische Erfassung genetischer Defekte sowie die Gewinnung von DNA-fähigem Probenmaterial sowohl von betroffenen Ferkeln als auch von deren nicht betroffenen Wurfgeschwistern.

Die beteiligten Praxispartner sehen in dem Vorhaben großes Potenzial. Auch die Zuchtorganisationen erwarten, dass die Projektergebnisse künftig eine noch gezieltere Selektion gegen genetische Defekte ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zum Tierwohl in ferkelerzeugenden Betrieben leisten.

 

Projekt MAS GenomischeSelektion Pipeline
Ausblick

In den kommenden Monaten werden die Daten ausden teilnehmenden Betrieben systematisch erhoben, Proben betroffener Ferkel gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. So entsteht eine belastbare Datengrundlage zu für die Entwickung innovativer Ansätze der genomischen Analyse.


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Übergabe der Förderbescheide an 14 innovative Projekte in Niedersachsen (Bildquelle: Niedersachsen.next)

EIP

Das Projekt FixThePig wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft Agrar - EIP Niedersachsen - gefördert und mit Mitteln der Europäischen Union kofinanziert.


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