Abgeschlossene Projekte

Uni Hohenheim

Trinkschwäche Braunvieh - Entwicklung einer Züchtungsstrategie zur Reduktion der Merkmals Trinkschwäche in der Rasse Braunvieh

Das Forschungsvorhaben hat sich zum Ziel gesetzt, umfassende genetische Analysen zum Merkmal Trinkschwäche beim Braunvieh durchzuführen und, basierend auf den Ergebnissen, innovative DNA-basierte Züchtungsstrategien zur Eliminierung dieses Problems in der gesamten deutschen Braunviehzucht zu entwickeln, zu validieren und in die Zuchtroutine zu implementieren.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Rinderunion Baden-Württemberg e. V. durchgeführt.

Projektpartner:

Universität Hohenheim, Stuttgart
Förderverein Bioökonomieforschung e.V., Bonn
Rinderunion Baden-Württemberg

  • Laufzeit: 2015 - 2018

Im Rahmen des Förderprogramms: Zweckvermögen des Bundes bei der Lanwirtschaftlichen Rentenbank wird das Vorhaben aus Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert und von den deutschen Rinderzuchtorganisationen unterstützt.



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optiKuh

Verbesserung der Haltung von Milchkühen durch Zuchtverfahren auf Futteraufnahme und Stoffwechselstabilität sowie Umweltverträglichkeit bei optimierter Fütterungsintensität und Nutzung von Stoffwechselindikatoren sowie Sensoren im Herdenmanagement

  • Projektkoordinator: Prof. Dr. Spiekers, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
  • Laufzeit: 2014 - 2017

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.


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InGeniR Holstein - Aufdeckung kausaler Mutationen genetisch bedingter Besonderheiten beim Holstein Rind

Die deutsche Holsteinzucht widmet sich systematisch dem Thema der genetischen Besonderheiten. Das Projekt InGeniR, Integrative Genomik in der Rinderzucht, sieht das Monitoring von schädlichen aber auch von erwünschten Allelvarianten vor. Dazu wird eine Routine für das Auffinden und den Umgang mit diesen Allelvarianten entwickelt.

Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Holstein Verband e.V. durchgeführt.

Projektpartner sind neben dem FBF die Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V. (vit), Dierck Segelke, Friedrich Reinhardt und die Technische Universität München (TUM), Prof. Dr. R. Fries.

  • Projektkoordinator: Herr Dierck Segelke (vit)
  • Laufzeit: 2015 - 2018

Das Projekt wird aus Eigenmitteln der Rinderzuchtorganisationen finanziert.



Technische Universität München

InGeniR - Proaktiver Umgang mit genetischen Besonderheiten in der Rinderzucht

Die Rinderzüchter aus Deutschland und Österreich widmen sich systematisch dem Thema der genetischen Besonderheiten bei den Rassen Fleckvieh und Braunvieh. Das Projekt InGeniR, Integrative Genomik in der Rinderzucht, sieht eine Konsolidierung der bisherigen Erkenntnisse im Bereich der Erbfehler und des Monitorings von schädlichen aber auch von erwünschten Allelvarianten vor. Dazu wird eine Routine für das Auffinden und den Umgang mit diesen Allelvarianten entwickelt. Projektdurchführer ist der Lehrstuhl für Tierzucht der Technischen Universität München unter der Leitung von Prof. Dr. R. Fries. Das Projekt kann dabei auf umfangreiche Vorarbeiten der Arbeitsgruppe von Prof. Fries aufbauen. Es wird in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen (ASR) durchgeführt.

  • Projektkoordinator: Prof. Dr. R. Fries, TU München
  • Laufzeit: 2014 - 2017

Das Projekt wird aus Eigenmitteln der Rinderzuchtorganisationen finanziert.


open_in_newASR - Genetische Besonderheiten

open_in_newResearch TUM


Arbeitskonzept zur Entwicklung eines Zuchtwertes für Futtereffizienz und Futteraufnahme

Im Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Tierzucht und Tierhaltung der Universität Kiel und der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung w.V. (vit) sollen genomische Zuchtwerte für Futteraufnahme bzw. Futtereffizienz geschätzt werden.

  • Projektkoordinator: Prof. Dr. G. Thaller, CAU Kiel
  • Laufzeit: 2016 – 2017

Das Vorhaben wird aus Eigenmitteln der Rinderzuchtorganisationen finanziert.

CAU Vit


KuhL

Kuh-Lernstichprobe zur Implementierung genombasierter Selektionsstrategien auf Basis von Hochdurchsatztypisierungen beim Milchrind

Ziel des Projektes ist der Aufbau einer Kuh-Lernstichprobe sowie die Ausweitung der genomischen Zuchtwertschätzung auf funktionale Merkmale. Dazu sollen 20.000 Kühe aus den Testherden der Rinderproduktion Berlin Brandenburg GmbH und der RinderAllianz GmbH typisiert werden, gleichzeitig erfolgt eine detaillierte Datenerfassung auf den Betrieben. Für das BMBF ist dabei der Projektträger Jülich das ausführende Organ, für die deutsche Holsteinzucht laufen die Fäden im Förderverein Bioökonomieforschung e.V. (FBF e.V.) zusammen.

  • Projektdurchführung: FBF Bonn; Prof. H. Swalve, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Prof. S. König, Universität Kassel; F. Reinhardt, vit, Verden
  • Laufzeit: 2014 - 2017

Das Projekt wird zu 45 % durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und zu 55 % von den Organisationen der deutschen Holsteinzucht finanziert.



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gBAP - Entwicklung eines Anapaarungsprogramms mit Nutzung genomischer Informationen

Ziel des Projektes ist neben den bereits jetzt vorliegenden Informationen (Leistungskennzahlen, Gesundheitsinformationen, Zuchtwerte, Kenntnisse über Trägertiere bestimmter genetischer Eigenschaften), weitere Informationen und Kenngrößen als Grundlage für eine optimale Anpaarung von Elterntieren abgeleitet werden. Alle diese Informationen sollen dann bestmöglich in einem speziell dafür entwickelten web-gestützten Anpaarungsprogramm für die Züchter aufbereitet und bewertet werden, um so die optimale Anpaarungskombinationen potentieller Elterntiere zu empfehlen. Mit Hilfe des Programmes sollen u.a. Paarungen von Erbfehlerträgern vermieden und Paarungen von Elterntieren mit positiven Eigenschaften (z.B. Hornlosigkeit) forciert werden. Das Programm dient somit der züchterischen und nachhaltigen Verbesserung der Milchrinderherden insbesondere im Bereich Tiergesundheit.

  • Projektkoordinator: Friedrich Reinhardt, vit
  • Laufzeit: 2014 - 2017

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.



PHÄNOMICS

Ein systembiologischer Ansatz zur Genotyp-Phänotyp-Abbildung im Kontext von Leistung, Gesundheit und Wohlbefinden bei den Nutztieren Rind und Schwein


open_in_newMehr zu Phaenomics

Piggs

Zusammenarbeit in der genomischen Selektion beim Schwein

Im Anschluss an das Projekt pigGS arbeiten die Schweinezuchtorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin an der Umsetzung und stetigen Verbesserung der genomischen Selektion. Über den Förderverein Bioökonomieforschung wird dazu ein gemeinsamer SNP Chip entwickelt. Darüber hinaus wird eine gemeinsame Genom-Datenbank eingerichtet. Dies sichert eine hohe und einheitliche Datenqualität und bietet die beste Grundlage für die genomische Zuchtwertschätzung.


arrow_forwardFBF News Projekt PigGS

arrow_forward2. Förderwettbewerb Ernährung.NRW

FUGATO plus

In der nachfolgenden Förderrunde FUGATOplus ist der FBF an den Projekten RePoRi, FUGATOplus brain, MeGA-M, Gene-FL und GenoTrack beteiligt.


Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover



RePoRi - Entwicklung genetischer Marker für die Resistenz gegen Infektionen des Respirationstraktes beim Schwein




Im vorgelagerten Projekt IRAS wurde eine große Anzahl potentieller Kandidatengene entwickelt, die dazu beitragen, Genmarker für die Züchtung auf Resistenz gegen Infektionskrankheiten des Respirationstraktes beim Schwein zu etablieren. Zur Identifikation der am besten geeigneten Gene werden aus den F1-Kreuzungen der Rassen Hampshire (Ha) und Piétrain (Pi), die eine stark unterschiedliche Empfindlichkeit gegenüber Atemwegserkrankungen haben, F2-Familien (Ha x Pi) aufgebaut. Es erfolgt sowohl eine Untersuchung der Genexpression der Lungenlymphknoten an der Versuchstieren (whole genome assay von Affimetrix ®), als auch eine genomweite Genotypisierung, um die in IRAS charakterisierten Kandidatengene zu kartieren, einzugrenzen und zu verifizieren. Die auf diese Weise bestätigten Kandidatengene werden anschließend zur Etablierung von SNPs differenziell sequenziert.

Ziel ist es, anhand dieser Untersuchungen einen DNA-basierten Test zu entwickeln, der eine frühzeitige Selektion von Schweinen mit erhöhter Resistenz gegenüber Atemwegserkrankungen ermöglicht.

 

 


Uni Goettingen



FUGATOplus brain - Entwicklung eines Expertensystems zur Umsetzung von Ergebnissen der funktionellen Genomanalyse in Zuchtprogrammen




Fugatoplus Brain

Ziel des Projektes ist es, notwendige methodische Ansätze zu entwickeln, mit denen die Forschungsergebnisse aus der funktionellen Genomanalyse in zusätzlichen Zuchtfortschritt umgesetzt werden kann. Dabei bedarf es z. B. bei der Einbindung von genomischen Informationen in die Zuchtplanung der Grundlagenforschung, aber auch der Entwicklung von Datenbanken und Software, um die erarbeiteten Ergebnisse direkt in der Praxis anwenden zu können.

 

 


Technische Universität München



MeGA-M - Metabolomische und genomische Analysen der Milch für gesunde Kühe




Da aufgrund von Leistungssteigerungen bei Milchkühen Gesundheits- und Fruchtbarkeitsstörungen zunehmen, ist es Ziel dieses Projektes, mit Hilfe von genetischen und metabolomischen Untersuchungen Unterschiede in den Stoffwechselausstattung der Tiere zu identifizieren.

Dabei werden sog. Stoffwechselphänotypen identifiziert, die einen Rückschluss darauf erlauben ob eine Tier gut oder schlecht mit dem Stress der beginnenden Laktation umgehen kann. Ausgehend davon werden die genetischen Grundlagen dieser unterschiedlichen Typen untersucht und entsprechende Stoffwechselprodukte in der Milch identifiziert und in Zusammenhang gebracht. Durch die systematische Untersuchung der Stoffwechselprodukte in der Milch soll die Stoffwechsellage der Kühe entsprechend genau beschrieben werden können. Für diese Untersuchungen stellen die beteiligten Landeskontrollverbände entsprechende Milchproben zur Verfügung.

Zusätzlich sollen so besonders stoffwechselstabile und stoffwechsellabile Tiere identifiziert und zur weiteren Untersuchung gewonnen werden. Ergänzend dazu werden Kühe aus Versuchsherden untersucht, um die Ergebnisse entsprechend validieren bzw. konkretisieren zu können. Die genomischen Untersuchungen erfolgen an der TU München mit einer genome wide association (Illumina Bovine 50k BeadChip), die metabolomischen Untersuchungen erfolgen an der Uni Regensburg und die Hormonprofile der Herden in Karkendamm und der SegFam-Herde werden in den Arbeitsgruppen mit physiologischen Hintergrund bearbeitet.

 

 


Martin-Luther Universität Halle



Gene-FL - Identifizierung genetischer Ursachen der Prädisposition für wirtschaftlich bedeutsame Faktorenerkrankungen der Gliedmaßen bei Rind, Schwein und Schaf




Das Ziel des Projektes ist es, eine Liste von Kandidatengenen und –Regionen zu entwickeln und diese auf Kopplung, Assoziationen und Effekte auf die Fundamentstabilität bei verschiedenen Spezies zu untersuchen. Bei der Auswahl der Kandidatengene kommen zusätzlich Ansätze wie whole genome association und Expressionsanalysen zur Anwendung. Für alle Tierarten stehen Versuchspopulationen zur Verfügung. Des Weiteren wird eine umfassende Phänotypisierung der Zielmerkmale vorgenommen.

 

 


Cau Kiel



GenoTrack - Nutzung von SNP-Chip Genotypen zur Genomischen Selektion




Ziel des Projektes ist die Nutzung von SNP-Chip Genotypen zur genomischen Selektion. Die Idee der Schätzung von genomischen Zuchtwerten beruht darauf, die Effekte von jedem Haplotyp innerhalb eines jeden Chromosomensegments, die über das gesamte Genom verteilt sind, zu schätzen und diese Effekte zusammen zu fassen, die durch ein Tier dargestellt werden.

Im Rahmen des Projektes werden folgende Schwerpunkte bearbeitet:

  • Genotypisierung von SNP von ausgewählten Tieren, Schätzung von Haplotypen der Tiere
  • Entwicklung eines Werkzeugs zur Schätzung von Haplotypen, die von der Segmentlänge auf dem Chromosom abhängig sind
  • Schätzung von genomischen Zuchtwerten für alle Merkmale
  • Optimierung der Schätzungen, Entwicklung von Zuchtprogrammen, die auf genomischen Zuchtwerten beruhen
  • Entwicklung von Methoden zur Ableitung von Kandidatengenen
  • Genotypisierung von ausgewählten Kandidatengenen

 

 


FUGATO - Funktionelle Genomanalyse im tierischen Organismus (2005 bis 2008)

 

Der FBF hat sich als Wirtschaftspartner in die Verbundprojekte IRAS, HeDiPig, QuaLIPID, M.A.S.-Net und fertilink des nationalen Genomforschungsprogramms zur Funktionellen Genomanalyse im tierischen Organismus FUGATO, die während der Jahre 2005 bis 2008 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurden, eingebracht.


Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover



IRAS: Entwicklung von genetischen Markern zur Infektionsabwehr und Resistenz im Atemtrakt des Schweins

Iras Logo

 

Die Aufgabenstellung von IRAS bestand darin, phänotypische und genetische Marker zur Bestimmung der Infektabwehr und Infektionsresistenz im Atemtrakt des Schweines zu entwickeln.

Zur Umsetzung des Ziels wurde in Tierversuchen ein Aerosolinfektionsmodell mit dem Erreger Actionbacillus pleuropneumoniae (APP) an Schweinen verschiedener Zuchtlinien (Deutsche Landrasse, Pietrain, Hampshire, Deutsches Edelschwein) angewendet. Daraufhin wurden alle folgenden Maßnahmen unterzogen: Phänotypisierung (einschließlich Ultraschall- und Röntgenuntersuchung), Entnahme von bestimmten Gewebeproben, Entnahme von bronchoalveolärer Lavageflüssigkeit (BALF) und von Lungengewebe, Erstellung einer Kandidatengenliste sowie SNP-basierte Analyse von Kandidatengenen, immunologische Untersuchungen.

Im ersten Teilprojekt wurde ein Bewertungschema (scoring) aus phänotypischen Bewertungen, Ultraschall- und röntgenologischen Untersuchungen für das Krankheitsbild erarbeitet und anschließend an mit APP belasteten Tieren überprüft. Dieses neue System (Respiratory health system", RHS) ist ein aussagekräftiges, objektives Hilfsmittel, um Aufschluss über den Schweregrad der jeweiligen Erkrankung am lebenden Tier zu erhalten. Es zeigte sich in den Untersuchungen, dass bestimmte Linien anfälliger gegenüber einer APP-Infektion sind als andere Zuchtlinien.

Im zweiten Teilprojekt wurde eine proteinchemische Analyse der entnommenen BALF und des Lungengewebes durchgeführt. Es zeigt sich, dass es zwischen den einzelnen Zuchtlinien deutliche Unterschiede in der Expression der untersuchten Proteine in der BALF gibt. Aufgrund dieser Ergebnisse können einige Proteine als Biomarker identifiziert werden.

Das Ziel des dritten Teilprojektes war die Erarbeitung von funktionellen Kandidatengenen für eine anhand bekannter Daten von Maus und Mensch. In Zusammenarbeit mit den Teilprojekten fünf und sieben wurden die identifizierten Kandidatengene näher charakterisiert.

Im vierten Teilprojekt wurden funktionelle und morphologische Veränderungen von Abwehrzellen untersucht, die als mögliche Indikatoren für die Immunantwort und Resistenz bei APP-Infektionen in Frage kommen.

Im fünften Teilprojekt wurde neben der Zusammenarbeit mit Teilprojekt drei eine Diversitätsstudie durchgeführt, um den derzeitigen Genpool an ausgewählten möglichen Resistenzloci zu bestimmen und die Allelverteilungen zwischen den Zuchtlinien zu vergleichen. Diese Untersuchung wurde an Schlachtschweineproben aus Supermärkten aus ganz Deutschland durchgeführt. Es zeigt sich, dass zumeist mit rassespezifischen Allelen zu tun hat.

Zusammenfassend kommt das Projekt zu dem Ergebnis, dass der neue Lungengesundheitsscore (RHS) erstmalig etabliert werden konnte. Es wurde des Weiteren zum ersten Mal gezeigt, dass die angeborene Immunantwort entscheidend für die Schwere der APP-Infektion ist. Zudem konnten funktionelle Kandidatengene identifiziert und charakterisiert werden.

Die Ergebnisse des Verbundprojektes IRAS sind dem FUGATO+-Projekt RePoRi übergeben worden und werden dort weiterführend bearbeitet.

 

 

 




HeDiPig : Identifizierung der ursächlich an Erbdefekten beteiligten Gene beim Schwein durch Integration struktureller und funktioneller Genomik

 

Das Gesamtprojekt HeDiPig befasst sich mit drei Erbdefekten beim Schwein und ihrer Inzidenz in der aktuellen Zuchtpopulation. Ziel war es, Gene, Stoffwechsel- und Signaltransduktionswege aufzuzeigen, die an der Entstehung der Defekte beteiligt sind.

Aufgabe des Partners CAU Kiel war es, funktionelle positionelle Kandidatengene zu identifizieren, die an der Entstehung des angeborenen Spreizersyndroms beteiligt sind. Aufbauend auf frühere Untersuchungen wurde eine Feinkartierung auf drei procinen Chromosomen durchgeführt und anschließend Kandidatengene identifiziert. Zusätzlich wurden mit dem Partner MLU Halle Expressionsstudien durchgeführt, um differenziell exprimierte Gene zu identifizieren. Um geeignete Kandidaten für die Untersuchungen zu finden, wurden phänotypisch und genotypisch diskordante Tierstrukturen mit Hilfe der Praxis erstellt und beprobt. Es deutet sich an, dass der genetische Hintergrund des Spreizersyndroms weitaus komplexer zu sein scheint, als bisher angenommen. Anhand der Expressionsstudien sind zusätzliche positionelle Kandidatengene identifiziert worden. Allerdings konnte bei den Kandidatengenanalysen keine Merkmalsassoziation nachgewiesen werden.

Ziel der Arbeiten der RFWU Bonn war die Identifizierung von funktionellen positionellen Kandidatengenen für die Präposition zur Ausbildung von Stülpzitzen. In Abhängigkeit vom Genotyp wurden differenzielle Genexpression im Zitzengewebe untersucht. Des Weiteren führte ein Vergleich von unterschiedlichen Geweben von Tieren mit verschiedenen Phänotypen und in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zur Identifizierung von unterschiedlich exprimierten Genen. Da die Ausprägung von Stülpzitzen polygen bedingt ist, konnten ursächliche Polymorphismen nur eingeschränkt bestimmt werden.

Aufgabenstellung im Teilprojekt der TU München war die Weiterentwicklung und Anwendung einer Software zur Identifizierung von neuen Kandidatengenen für den Merkmalskomplex der Afterlosigkeit beim Schwein sowie Expressions- und Kandidatengenanalysen. Durch die Weiterentwicklung der konnten neue Kandidatengene für den Merkmalskomplex Afterlosigkeit identifiziert werden, die in die weiteren Untersuchungen mit einbezogen wurden. In den Analysen zur Genexpression konnten Unterschiede aufgezeigt werden, jedoch ohne signifikante Ergebnisse. Des Weiteren konnten keine Hinweise auf Kopplung zwischen den identifizierten Polymorphismen und dem Merkmalskomplex gefunden werden.

Im Teilprojekt der GAU Göttingen stand die Entwicklung und Bewertung von markergestützten Ansätzen zur Populationssanierung in Kombination mit Selektion und Kontrolle genetischer Diversität im Fokus. Damit soll die züchterische Grundlage zur Umsetzung der Ergebnisse geschaffen werden. Anhand der Analysen lässt sich zeigen, dass der Einsatz einer genomischen Zuchtwertschätzung in der Schweinezucht durchaus positiv zu bewerten ist. Auf die anderen Teilprojekte bedeutet dies, das unerwünschte Defektgenallel mit einer konsequenten genomischen Selektion effizient fixiert werden kann.

Es zeigt sich, dass Kandidatengene für bestimmte Erbdefekte beim Schwein identifiziert und charakterisiert werden konnten. Um abschließend eine Verwendung in der Zuchtpraxis zu ermöglichen, muss die Evaluierung in der Praxis erfolgen. Zudem wird eine positive Prognose zur Anwendung von genomischer Zuchtwertschätzung beim Schwein abgeben. Dadurch kann die Möglichkeit bestehen, züchterische Erfolge bei den Merkmalskomplexen der Erbdefekte zu erzielen.

 

 

 


Technische Universität München



QuaLIPID: Genomische Charakterisierung sowie Polymorphismus- und Assoziationsanalysen von Genen des Lipid- und Energiestoffwechsels bei Schwein und Rind

 

Ziel des Verbundprojektes ist eine umfassende Untersuchung der funktional genomischen Grundlagen des Lipidstoffwechsels bei Schwein und Rind im Hinblick auf qualitätsbestimmende Merkmale. Dabei wurde eine effiziente Erhebung von möglichst vielen Lipidparametern angestrebt, um nach gezielten Variationen in den Genen des Lipidstoffwechsels zu suchen. Dem folgend wurde nach Assoziationen von Genvariaten mit Lipidparametern gesucht und Genotyp-Umwelt-Interaktionen untersucht.

Im Mittelpunkt des ersten Arbeitspakets stand die Identifizierung der Gene des Fettstoffwechsels durch die Analyse der relevanten Stoffwechselpfade unter Einbeziehung von Genexpressionsdaten. Ziel des zweiten Arbeitspakets war die Klonierung von Genen, die für ratenlimitierende Komponenten des Lipidstoffwechsels kodieren, und die Untersuchung von Sequenzvarianten. Anhand eines Abgleichs von BAC-Endsequenzen des Schweins mit der humanen Gensequenz ermöglichte die Identifikation eines BACs, der mit großer Wahrscheinlichkeit das gesuchte Gen enthält. Darauf aufbauend wurden die Sequenzierung der ausgewählten Gene durchgeführt. Ähnlich verlief die Sequenzierung entsprechender Gene beim Rind. Im dritten Arbeitspaket wurde eine Polymorphismus-Analyse der kodierten Genbereiche durch Resequenzierung durchgeführt. Beim Rind wurden 316 Polymorphismen festgestellt, beim Schwein 412 SNPs.

Im vierten Arbeitspaket wurden die Assoziationsstudien durchgeführt. Dabei wurden ausgewählte Polymorphismen bei Rind und Schwein auf Assoziationen mit verschiedenen Merkmalen der quantitativen und qualitativen Fetteinlagerung untersucht. Um festzustellen, ob die beobachteten Assoziationen von mehreren gekoppelten Varianten beim Kandidatengen verursacht werden, wurden im fünften Arbeitspaket Genexpressionsstudien durchgeführt. Es wurden nur wenige potentiell regulatorische SNPs identifiziert. Bei der Untersuchung der Genotyp-Umwelt-Interaktion im sechsten Arbeitspaket konnte anhand von Versuchen an männlichen Fleckviehtiere gezeigt werden, dass der Umwelteffekt Kastration zu einer Erhöhung des IMF-Gehalts führt, da die beobachtete Allelfrequenz keinen Unterschied zwischen den untersuchten Gruppen gezeigt hat.

 

 


Informationen zu weiteren abgeschlossene Projekte finden Sie hier:

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