FBF Repro Schwein - Projekte 2011


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Kälteempfindlichkeit von Eberspermien

Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes (IFN Schönow, TiHo Hannover, Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Universität Leipzig) soll an einer größeren Anzahl von Ebersperma eine Reihenuntersuchung auf Kälteempfindlichkeit durchgeführt werden. Es soll geklärt werden, ob das Sperma verschiedener Eber unterschiedlich auf Temperaturen unter 10 Grad reagiert und wie groß der Anteil von Ebern ist, deren Spermien kältestabil zu sein scheinen.

Von ausgewählten Ebern wird die Membranorganisation der kältestabilen und kältesensitiven Spermaportionen untersucht und eine ausführliche spermatologische Untersuchung der Ejakulate durchgeführt. Die Motilität und weitere Spermienparameter werden im Verlauf der Lagerung erfasst. Gleichzeitig soll auch die Keimzahl bei verschiedenen Lagerungstemperaturen bestimmt werden.

Die Untersuchungen sollen zusätzlich die Frage klären, durch welche Verdünnerzusätze sich die Kälteverträglichkeit von Eberspermien erhöhen ließe.

 

  • Bearbeiter: Dr. Martin Schulze, Dr. Markus Jung, IFN Schönow

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Zusatz synthetischer LPS-bindender Peptide zum Ebersperma

Das Ziel des Projektes ist die Klärung, ob in der Ebersperma Lipidpolysacchariden (LPS) nachweisbar sind und ob sie einen negativen Einfluss auf die Spermaqualität haben.

Anhand der durchgeführten Untersuchungen in den vergangenen Jahren konnte man eine LPS-Belastung der Ejakulate feststellen. Es wurde untersucht welche Zusatzstoffe (Antibiotika, Peptide) LPS im Ejakulat verringen können.

Die Zugabe einer bestimmten Kombination aus Antibiotika und Peptiden hat eine LPS- sowie Keimreduktion bewirkt und hatte keine negativen Einflüsse auf die Spermaqualität.

Bevor die Ergebnisse in die Praxis umgesetzt werden können, bedarf es noch weiterer Untersuchungen.

 

  • Bearbeiter: Karin Rüdiger, Christof Junkes, Dr. Martin Schulze, IFN Schönow

 


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Aktuelle Resistenzsituation in Eberstationen des FBF, Überprüfung kritischer Kontrollpunkte im Rahmen des Qualitätsmanagements

Ziel dieses Projektes ist Kontrolle der Hygienesituation in Besamungsstationen und die Ergreifung von geeigneten Kontrollmaßnahmen.

Im ersten Projektjahr wurde in 10 Besamungsstationen die Hygienesituation untersucht. Im Bereich des Stalls, Absambereiches und des Labors wurden Verunreinigungsquellen erkannt, Keimproben entnommen und die Art der Keime bestimmt. Die individuellen Ergebnisse wurden dokumentiert und den Stationen mitgeteilt. Es folgte auch eine Beratung der FBF-Stationen im Rahmen des Qualitätsmanagements. Diese Maßnahmen dienen der Verfahrensoptimierung.

Im neuen Projektjahr sollen zusätzlich zu den Resistenzuntersuchungen Fütterungsdaten erhoben werden, um den Einfluss der Futterzusammensetzung und Fütterungsniveau auf die Spermaproduktion zu klären.

 

  • Bearbeiter: Karin Rüdiger, Dr. Martin Schulze, IFN Schönow

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Monitoring Spermaqualität

Im Rahmen des ZDS-Standards Spermaqualität wird ein jährliches Monitoring der Spermaqualität der FBF-Besamungsstationen durchgeführt.

Es werden folgende Parameter untersucht und über die Jahre verglichen:

• Motilität (Mikroskop)

• Morphologie (z. B. morphologisch abweichende Spermienformen, Akrosomschäden;
Mikroskop)

• Membranstatus (geschädigte Membrane; Flowzytometer)

 

  • Bearbeitung: Prof. Dr. Dagmar Waberski, TiHo Hannover

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Membranstatus: Destabilisierung der Spermien in der Frühphase der Konservierung

In diesem Gemeinschaftsprojektes (IFN Schönow, TiHo Hannover, Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Universität Leipzig) wird Ebersperma gewonnen und unter bestimmten Bedingungen mit unterschiedlichen Abkühlvorgaben konserviert.

Die vom Kooperationspartner (IZW Berlin) isolierten Membranfraktionen werden analysiert und in Bezug zu den spermatologischen Membranparametern gestellt. Im Rahmen des Projektes wird geprüft, ob die bisher empfohlenen Konservierungsmethoden an neue Bedingungen angepasst werden sollten.

 

  • Bearbeiter: Prof. Dr. Dagmar Waberski

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Membranstatus und Fruchtbarkeit

Ziel des Projektes ist in einem Feldbesamungsversuch die Ermittlung des Zusammenhangs zwischen Membranparametern und Fruchtbarkeit.

Die in Testbetrieben eingesetzten Ejakulate von Jungebern werden im Referenzlabor in Hannover auf ihren Membranstatus untersucht. Sobald die Fruchtbarkeitsergebnisse aus dem Feld vorhanden sind, wird untersucht, inwiefern der Membranstatus der Ejakulate einen Einfluss auf die Befruchtungsfähigkeit im Feld hat.

 

  • Bearbeiter: Prof. Dr. Dagmar Waberski, Dr. Heiko Henning, TiHo Hannover

 



FBF Repro Schwein - Projekte 2010





Ifn_Grün

Aktuelle Resistenzsituation in Eberstationen des FBF, Überprüfung kritischer Kontrollpunkte im Rahmen des Qualitätsmanagements




Bei der Flüssigkonservierung des Eberspermas werden Verdünnermerdien, die Antibiotika enthalten, verwendet. Dadurch kann es im Labor zur Entwicklung einer hoch resistenten Keimflora führen. Ziel dieses Projektes ist stationsspezifische Resistenzsituation aufzuzeigen, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen und schlussendlich einen erfolgreichen Beitrag zur Kostenoptimierung zu leisten.

Im Rahmen dieser Studie, werden alle Bereiche der FBF-Besamungsstationen während der Produktion besichtigt und zugleich entsprechende Proben entnommen, die später mikrobiologisch untersucht werden. Für jede Station soll ein standarisiertes Protokoll erstellt werden und am Ende des Projektjahres ein abschließender Resistenzbericht.

 

  • Bearbeiter: Martin Schulze und Karin Rüdiger, IFN Schönow

 


Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Haltbarkeit von verdünntem Sperma

 

 


Es zeigt sich, dass die Haltbarkeit von verdünntem Sperma sehr unterschiedlich sein kann. Aus diesem Grund werden drei Tests miteinander verglichen, die eine korrekte Aussage über die Haltbarkeit von verdünntem Sperma liefern können. Im Rahmen dieses Projektes wird die Tauglichkeit der verschiedenen Tests untersucht. Anschließend erfolgt eine Etablierung in der Praxis. Dadurch können die Besamungsstationen die Befruchtungsfähigkeit von gelagertem Sperma überprüfen und diese Ergebnisse in ihre Managemententscheidungen berücksichtigen.


  • Bearbeiter: Heiko Henning, TiHo Hannover



Ifn_Grün

Zusatz Synthetischer LPS-bindender Peptide zum Ebersperma

 

 


Das Projekt soll die Frage klären, ob in der Ebersperma Lipidpolysaccharide (LPS) nachweisbar sind und ob diese einen negativen Einfluss auf die Spermaqualität haben. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass in nativen sowie verdünnten Spermaproben LPS nachweisbar sind. Die LPS-Detektion ist abhängig von der Keimzahl und der Bakterienspezies, der Lagerungsdauer sowie vom verwendeten Medium. Die Art des Antibiotikas hatte deutlichen Einfluss auf die Spermaqualität sowie den LPS-Status.

Die weiteren Versuche erfordern u.a. eine Erhöhung der Stichprobenzahl, Untersuchungen zum LPS-Eintrag in die Spermaproduktionskette, einen Lagerungsversuch sowie Analysen zum Zusatz von LPS-bindenden Proteinen zum verdünnten Sperma.

 

  • Bearbeiter: Martin Schulze, IFN Schönow, in Zusammenarbeit mit Christof Junkes, Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie

 


Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Sicherung der Spermaqualität und Steigerung der Produktionseffizienz in Schweinebesamungstationen – Monitoring Spermaqualität

 

 


Seit einigen Jahren wird in den Besamungsstationen der FBF-Mitglieder regelmäßig eine Spermaqualitätskontrolle durchgeführt. Im bestimmten Untersuchungszeitraum z.B. vom Mai bis Juli werden die Motilität, Morphologie sowie der Membranstatus von Spermaportionen aus allen Besamungsstationen untersucht. Die Ergebnisse des Monitorings liefern den teilnehmenden Stationen wertvolle Anregungen zur Effizienz bestehender wirtschaftlicher Prozesse. Infolge des jährlichen Monitorings der Spermaqualität kann ein einheitlicher Qualitätsstandard in den Eberbesamungsstationen gewährleistet werden.


Jährliche Untersuchungen zeigen zudem, dass neben der Spermaverarbeitung der Eber selbst Einfluss auf die Akrosom- und Membranqualität bei konserviertem Sperma hat. Anhand der bisherigen Ergebnisse konnte nachgewiesen werden, dass die erhöhten Membrandefekte nicht durch den Verdünner verursacht werden. In einem weiteren Projekt soll weiterhin untersucht werden, inwiefern der Membranstatus als wichtiger spermatologischer Parameter durch den Genitalgesundheitsstatus beeinflusst wird. Die aus dieser Studie zu erwartende Befunde können ein zusätzliches Beurteilungskriterium für die Bewertung und Besamungstauglichkeit der Eber sein.


  • Bearbeiter: Prof. Dr. Dagmar Waberski, TiHo Hannover




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