Neuigkeiten

Am 15. Oktober 2008 hat das Europäische Patentamt mit Sitz in München die Besamung mit einer geringen Anzahl an Spermien als Erfindung anerkannt (EP 1 044 262). Dadurch ist die Firma XY Inc. berechtigt, anderen die Durchführung der künstlichen Besamung mit einer geringen Anzahl gesexter Spermien zu untersagen.

Frau Dr. Bianca Lind erläutert Hintergründe des jüngst erteilten Schweinepatents.

Quelle: Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe

Für Ferkelerzeuger-Betriebe ist ein hohes Fruchtbarkeitsniveau wirtschaftlich sehr wichtig. Deshalb steht auch die Eberfruchtbarkeit im Fokus, und die Absicherung einer hohen Eberfruchtbarkeit wird immer wichtiger. Die GFS remontiert ca. 40 – 50 % ihres Eberbestandes pro Jahr. Die Spermaqualität der Eber wird anhand von mikroskopischen Untersuchungen (mikroskopische Schätzung von Motilität, Plasmatropfen und Fehlformen, morphologische Differenzierung) geprüft. Eber mit unzureichender Spermaqualität werden ausselektiert.
Dr. Stähr vom IFN (Institut für Fruchtbarkeit von Nutztieren) in Schönow arbeitet an einem vom FBF geförderten Projekt, bei dem es darum geht, einen Fruchtbarkeitsindex für Eber zu entwickeln. Ziel dieses Fruchtbarkeitsindexes ist es, die Fruchtbarkeitsleistung eines Ebers noch genauer als bisher vorhersagen zu können.
Die GFS sucht nun Betriebe, die überwiegend oder viele reine Belegungen machen oder die bereit sind, für ca. 2 Monate mit ihren vorbestellten Ebern reine Belegungen durchzuführen.
Bei Interesse melden Sie sich einfach telefonisch bei Frau Dr. Brüning (02593/913-40) oder bei Ihrer Besamungsstation. >>>
Verschiedene Patentanträge des US-Konzerns Monsanto sorgen bei Schweinehaltern für große Unruhe. Was steckt dahinter?

Quelle: top agrar März 2008

Dr. Bianca Lind, Geschäftsführerin FBF In der letzten Zeit haben Schlagzeilen über Patente auf Schweine oder Milchkühe für Aufsehen gesorgt und Landwirte sogar zu öffentlichen Protesten veranlasst. Dr. Bianca Lind vom Förderverein Biotechnologie e.V. nimmt in der aktuellen Milchrind Stellung zur Problematik von Patenten in der Tierzucht und deren mögliche Auswirkungen für die Tierhalter. Der Förderverein Biotechnologieforschung e.V. (FBF) bündelt die Forschungsaktivitäten der bäuerlich geprägten Zucht- und Besamungsorganisationen für die Tierarten Rind und Schwein. Dr. Bianca Lind ist die seit dem 19.12.2007 neue Geschäftsführerin des Fördervereins Biotechnologieforschung eV (FBF) mit Sitz in Bonn.

Quelle: Milchrind Januar 2008

Mit der Entwicklung der DNA - Analytik und der Etablierung gentechnischer Methoden hat die moderne Molekularbiologie in die konventionelle Tierzucht Einzug gehalten. Der gesamte Biotechnologiebereich zeigt eine große Innovationsdynamik und hat eine große wirtschaftliche Bedeutung entwickelt. Verbunden mit hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung steigt der wirtschaftliche Zwang zum Schutz der geistigen Eigentumsrechte in Form von Patentanmeldungen. In letzter Zeit ist die Zahl der Patentanmeldungen im tierzüchterischen Sektor stark angestiegen, wobei auch Patente angemeldet wurden, die Anspruch auf breit angelegte Tierzucht- und Selektionsverfahren erheben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Teile dieser Verfahren bereits in der Praxis angewendet werden. Darüber hinaus erheben einige Patentanmeldungen auch Anspruch auf Tiere bzw. Zuchtpopulationen, die mit diesen Verfahren gezüchtet wurden. Die Konsequenzen, die sich für die Tierzüchter sowie Zucht- und Besamungsorganisationen daraus ergeben, sind nur schwer zu überblicken. Aus diesem Grund ist es wichtig, gegen ungerechtfertigt erteilte Patente ggf. Einspruch zu erheben.
Dr. Claus Leiding Der Förderverein Biotechnologieforschung e.V. (FBF) wurde am 17.10.1996 von den Schweinezucht- und KB-Organisationen gegründet, um u.a die Wettbewerbsposition im Bereich Biotechnologieforschung der deutschen Schweinehaltung zu verbessern. Auf der Mitgliederversammlung des Fachbereiches "Repro Schwein" am 30.10.2007 in Rain am Lech wurde der bisherige Vorsitzende, Herr Bernhard Finke, im Rahmen turnusmäßig anstehender Wahlen in seinem Amt bestätigt. Dr. Claus Leiding, Geschäftsführer des Besamungsvereins Neustadt/Aisch e.V., wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dr. Leiding löst Dr. Roland Aumüller, der aus beruflichen Gründen das Amt niederlegen musste, ab.
Wissenschaftliche Forschung und damit verbundene Innovationen sind für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen unerlässlich. Allerdings wird die wissenschaftliche Forschung immer komplexer und damit auch teurer. Insbesondere in kleinen und mittelständigen Unternehmen, die keine eigene Forschungsabteilung unterhalten können, wird es zunehmend wichtiger, im Bereich der Forschung und Entwicklung durch die Bildung von Allianzen und Kooperationen Schritt halten zu können.
Durch eine gemeinschaftliche Forschung im vorwettbewerblichen Bereich können Kräfte gebündelt, Synergien genutzt und eingesetztes Kapital effizient in Innovationen umgesetzt werden. Aus diesem Grund haben sich Zucht- und Besamungsorganisationen der Tierarten Rind und Schwein im Förderverein Biotechnologieforschung e. V. (FBF) zusammengeschlossen.
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